* "Daltons" - die Spur der türkischen Mafia in Deutschland führt nach Russland Mord, Erpressung und Waffenhandel, dazu Bombenanschläge und Social Media-PR - das Mafia-Syndikat "Daltons" ist in der Türkei längst berühmt-berüchtigt. Zunehmend macht sich die Gruppierung auch in Deutschland breit, etwa in der Hauptstadt, wo Unternehmer mit türkischem Hintergrund erpresst werden. Polizei und Justiz in Berlin haben Sondereinheiten gegründet, rund 200 Strafverfahren laufen dort derzeit mit Bezug zu den "Daltons" und weiterer, ganz ähnlicher Gruppen. Sie gelten als "Mafia der neuen Generation": ihre Mitglieder sind jung und extrem gewaltbereit, ihre Taten feiern sie offen in sozialen Medien. Kontraste-Reporter haben Ermittler beim Kampf gegen die Mafia begleitet und mit Insidern und Experten gesprochen. Die Kontraste-Recherche zeigt: die Spur der "Daltons" führt auch nach Russland, wo deren Boss inzwischen lebt. Der Mann genieße in Russland politisches Asyl und lebe in einem "safe house", so der "Pressesprecher" der "Daltons" im Interview mit Kontraste. Und so stellt sich die Frage: Welchen Einfluss hat Russland auf die türkisch-kurdische Mafiagruppe in Deutschland? * Der Öl- und Gaspreisschock offenbart die Schwächen von Reiches Energiepolitik Es ist die wohl größte Freigabe von Ölreserven in der Geschichte der Internationalen Energieagentur. Auch Deutschland gibt einen Teil seiner nationalen Reserven frei. Seit nicht mal zwei Wochen herrscht Krieg am Persischen Golf - und einmal mehr wird Energie zur Wohlstands- und Machtfrage. Obwohl Deutschland kaum Öl oder Gas direkt aus der Region bezieht, trifft uns die Krise unmittelbar. Kurz vor Ausbruch des Krieges hatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ein Energiepaket vorgestellt, das vermehrt auf Öl- und Gasheizungen setzt. Doch wie sinnvoll ist eine solche Politik ausgerechnet in diesen Zeiten? Schon der Anschlag auf die Nordstream-Pipelines hat gezeigt, wie verwundbar wir bei diesem Thema sind. Der Irankrieg zeigt erneut: Fossile Energien sind nicht nur klimapolitisch schädlich, sondern auch ein großes Sicherheitsrisiko. * AfD: Auf die Affäre um die Vetternwirtschaft folgt ein Machtkampf um die Parteispitze Die AfD ist auch mit dem Versprechen angetreten, den Filz der sogenannten Altparteien zu brechen. Dieses Selbstbild der Partei wird seit einiger Zeit durch immer neue Vorwürfe der Vetternwirtschaft erschüttert. In mehreren Landesverbänden sollen Verwandte von AfD-Politikern für Parteikollegen arbeiten. Das ist nicht per se verboten, hat aber zumindest ein "Geschmäckle" - wie selbst Parteichef Chrupalla einräumt. Auffällig ist: Die Anschuldigungen werden auch aus den eigenen Reihen befeuert. Die Affäre offenbart ein tiefes Misstrauen innerhalb einer Partei, die nun die Angst vor Wählerverlusten umtreibt. Und hinter den Kulissen tobt längst ein handfester Machtkampf um die Parteispitze.