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frontal

Info, Politik • 14.04.2026 • 21:00 - 21:45
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Ilka Brecht
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Originaltitel
frontal
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Politik
Teures Krebsmedikament Krankenkassen unnötig belastet? Das Krebsmittel Keytruda ist das umsatzstärkste Medikament der Welt. Die Gesundheitskosten dafür sind in Deutschland allein im vergangenen Jahr auf mehr als zwei Milliarden Euro gestiegen. Dass Pharmaunternehmen wie MSD derart hohe Preise verlangen können, liegt auch daran, wie diese in Deutschland festgelegt werden: In den ersten sechs Monaten nach der Marktzulassung darf der Hersteller den Preis für ein patentgeschütztes Medikament diktieren. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen zahlen. Auch bei anschließenden Preisverhandlungen sitzen die Pharmaunternehmen häufig am längeren Hebel. Teurer Sprit trotz Steuersenkung? Wie die Konzerne weiter abkassieren Die Preise an deutschen Tankstellen bleiben hoch - und die Ölkonzerne verdienen kräftig mit. Denn in Deutschland haben wenige Großkonzerne eine große Marktmacht, etwa im Bereich der Raffinerien, aber auch entlang der gesamten Lieferkette. Zwar hat das Bundeskartellamt inzwischen mehr Befugnisse erhalten, kurzfristig dürfte sich das allerdings kaum auf die Spritpreise auswirken. Die schwarz-rote Bundesregierung will Autofahrer nun mit einer Steuersenkung entlasten. Doch profitieren Autofahrer davon - oder kassieren die Konzerne weiter ab? Wahldebakel für Orbán Wie verändert das die EU? Nach 16 Jahren haben die Ungarn ihren rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orbán abgewählt. Die neue Regierung verspricht einen Systemwechsel - wieder zurück zur Rechtsstaatlichkeit und zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der EU. Denn Orbáns Konfrontationskurs und seine Blockadehaltung haben die Europäische Union in den vergangenen Jahren zunehmend vor große Herausforderungen gestellt. Was hat Brüssel aus der Orbán-Ära gelernt, und wie verändert die Wahl in Ungarn die EU? Ukraine: Personalnot an der Front Das Dilemma mit jungen Wehrfähigen Im August 2025 lockerte die Ukraine die Ausreiseregeln für wehrfähige Männer. Seither haben viele Ukrainer im Alter von 18 bis 22 Jahren das Land verlassen, auch in Richtung Deutschland. Gleichzeitig leidet die ukrainische Armee unter Personalmangel, weil sich zu wenige Freiwillige finden. Immer wieder kommt es deshalb zu Zwangsrekrutierungen. Die Ukraine steckt in einem Dilemma - während Bundeskanzler Friedrich Merz die gelockerten Ausreiseregeln kritisiert.