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kulturMONTAG

Kultur, Magazin • 15.06.2026 • 22:30 - 23:15
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Originaltitel
kulturMontag
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2026
Kultur, Magazin
Knallharter Sparkurs - Das Kultur-Sparpaket mit vielen offenen Fragen: Sparen macht keinen Spaß. Darüber zu reden allerdings noch weniger. Ende April hatten Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Finanzminister Markus Marterbauer die Eckpfeiler des Doppelbudgets 2027/28 präsentiert. Ein Sparpaket von rund 5 Milliarden Euro über beide Jahre hinweg, das Österreich aus dem Defizit herausführen soll. Damit soll es einerseits gelingen, die Staatsfinanzen zu sanieren, andererseits die Wirtschaft zu entlasten und am Aufschwung zu arbeiten. Auch die Kulturinstitutionen sind von den Sparvorhaben betroffen. Die Zeiten für die Kulturnation werden hart, für die Großen wie für die in der Existenz bedrohten Kleinen. Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden? Schließtage an den Bundestheatern? Wird der Spielplan schmäler? Wird es weniger Ausstellungen geben? Wird es Kündigungen geben müssen? Werden bauliche Investitionen verschoben, Bauprojekte verkleinert oder gar ganz abgesagt? Kann die notorisch unterfinanzierte Freie Szene überleben? Wird das blühende Filmland versanden und die österreichische Musikszene weiter darben? Bei einem jährlichen Bundesvolumen ist der relative Anteil verschwindend gering, macht das Kunst- und Kulturbudget doch nur etwa 0,6 % des Gesamthaushalts aus. Der "kulturMONTAG" hat sich in der Branche umgehört und Kulturminister Andraes Babler zum Interview gebeten. Mastermind Caster – Die Talentsucher bei den Austro-Oscars: Sie scannen zigtausende Schauspielerinnen und Schauspieler - oder auch solche, die es noch werden wollen -, sind ständig auf Talentsuche, vermitteln zwischen Darstellern und Regie und werden dabei gern übersehen. Die Caster - ein bis dato unterbewertetes, aber für das Gelingen eines Films doch so wesentliches Handwerk. Um das zu ändern, hat die österreichische Filmakademie schon seit letztem Jahr die Kategorie Casting in das Rennen um den begehrten Österreichischen Filmpreis aufgenommen. Und Hollywood hat heuer bei den Oscars nachgezogen. In Österreich gibt es den Beruf der Caster noch gar nicht so lange. Die Besetzung eines Filmes lag hierzulande traditionell in den Händen von Regieassistenten oder Produzenten, die mit den immergleichen Stars arbeiteten oder die heimischen Bühnen nach talentiertem Nachwuchs abgrasten. Erst in den 1990er Jahren etablierte sich dieser neue Berufszweig. Am 18. Juni geht der 16. Österreichische Filmpreis, der in diesem Jahr in den hq7 Studios stattfinden wird, über die Bühne. Mit insgesamt 13 Nominierungen geht der Film "Perla" von Regisseurin Alexandra Makarová als Favorit ins Rennen. Für das erzählerische Meisterwerk rund um eine junge Frau, die von der Vergangenheit eingeholt wird, ist Martina Poel für das Casting nominiert. Auch für den Film "Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst". Wie funktioniert diese eigene Kunst, den richtigen Schauspieler für eine Rolle zu finden, wie ein Ensemble für einen Film zusammenzustellen? Der "kulturMONTAG" hat Martina Poel bei der Arbeit über die Schulter geschaut und sie zum Interview gebeten. So British! – Das Fotofestival La Gacilly: Zehn Jahre nach dem Brexit-Votum im Jahr 2016 fällt die Bilanz ernüchternd aus: Die Folgen für Großbritanniens Wirtschaft waren negativ. Das Wohlstandsversprechen der Leave Kampagne hat sich nicht erfüllt, es entstanden mehr Bürokratie und höhere Kosten, der Handel mit der EU ist schwieriger geworden. die Liste ist lang. Heute gibt es immer noch große Brexit-Fans, doch der Anteil ist mittlerweile deutlich gesunken. 2016 war die Entscheidung für den EU-Austritt mit 52 % denkbar knapp. 10 Jahre später sehen die Briten laut einer aktuellen Umfrage den Brexit als Fehler an. Von Anfang an hat die britische Kreativ- Szene den EU-Austritt scharf kritisiert und vor massiven wirtschaftlichen wie bürokratischen Hürden gewarnt. Mit ihrem unverwechselbaren Stil zwischen Ironie und Extravaganz haben britische Fotografen ihre Landsleute im Fokus. Das größte Fotofestival Europas "La Gacilly" hat jetzt Ikonen des Vereinten Königreichs nach Baden bei Wien eingeladen, die das Gelände in eine riesige Open-Airgalerie verwandeln. Etwa Sir Don McCullin, der Krieg und soziale Ungleichheit eindringlich dokumentierte, Martin Parr mit seinem scharfen Blick auf die britische Gesellschaft, Arbeiten von Peter Dench, Josh Edgoose und Terry O'Neill, der Stars wie die Beatles, Rolling Stones oder Elton John porträtierte, Gina Sodens Erkundungen verlassener Orte, oder Mary Turners Blick auf das postindustrielle England und Fotografie von den Beatles, Vivian Westwood oder Fußballfans in britischen Pubs. Der "kulturMONTAG" berichtet über das Fotofestival und hat die britischen Fotografen um ihre Einschätzung zu 10 Jahre Brexit gebeten.